Eine ganz aktuelle Studie über Homocystein Drucken
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Geschrieben von Renate Hansen   
Eine ganz aktuelle Studie über Homocystein! Vielleicht interessant um alle Zweifler von Homocystein zu überzeugen oder um eine neue Disskussion zu entfachen!!! - Neue Daten belegen Nutzen der Vitamine.

Aerzte Zeitung, 23.02.2006

Homocystein-Senkung macht Intima schlank Intima-Media-Dicke der Karotiden wird verringert / Kombinationspräparat mit hochdosierten Vitaminen eingeführt MÜNCHEN (kat). Homocystein wird als weiterer kardiovaskulärer Risikofaktor diskutiert. Jetzt ist ein Präparat mit einer Kombination von hochdosiertem Vitamin B6, B12 und Folsäure zur Reduktion von Homocystein im Blut eingeführt worden. Bislang hatten Ergebnisse aus Studien mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 zur Homocystein-Senkung eher enttäuscht.

Anders jedoch JAVIS (Jena Arteriosclerosis Vitamin Intervention Study):
Mit einer täglichen Dosis einer hochdosierten Kombination aus 2,5 mg Folsäure, 0,5 mg Vitamin B12 und 25 mg Vitamin B6 wurde binnen eines Jahres eine Reduktion der Intima-Media-Dicke der Karotiden erzielt.
Darauf hat der Studienleiter von JAVIS, Professor Dr. Uwe Till aus Erfurt, bei der Einführungsveranstaltung zu Medyn® forte von Medice in München hingewiesen.
Gemessen wurde die Intima-Media-Dicke mit Ultraschall. Die JAVIS-Daten bilden die Grundlage für die Zulassung des Präparates mit der verwendeten hohen Vitamin-Dosierung.
An der Studie nahmen 50 Patienten über 60 Jahre mit leicht erhöhten Homocysteinwerten (über 10 mol/l), aber ohne atherosklerotische Erkrankungen teil. Die Intima-Media-Dicke hatte mindestens 1,0
mm betragen.
In der Placebogruppe nahm die Dicke von 1,47 auf 1,54 mm zu, mit der Vitamin-Hochdosistherapie verminderte sie sich signifikant von 1,50 auf 1,42 mm. Dies korrelierte mit der Senkung der Homocysteinspiegel:
Die Werte waren nach einem Jahr signifikant von 10,5 auf 6,56 mol/l gesunken.
Mit Placebo blieben die Werte etwa gleich (10,76 versus 10,45 mol/l). Die Werte in der Verumgruppe lagen nach einem Jahr unter dem für Risikopatienten als kritisch angesehenen Wert von unter 10 mol/l.

Was ist die Carotis bzw. die Carotiden

Die Carotis (latinisierte Form; auch nach der älteren griechischen Karotis, Plural Karotiden; von , karódis, „betäubt“, vom Symptom beim Druck auf diese Arterien) oder vollständig Arteria carotis ist die Halsschlagader. Sie verläuft in der Tiefe der sogenannten Drosselrinne, Speise- und Luftröhre begleitend vom Brusteingang zum Kopf. Im Halsbereich lässt sich ihr Puls leicht ertasten.
Bei Säugetieren (einschließlich Mensch) gibt es auf jeder Halsseite drei Abschnitte der Halsschlagader:
Die Arteria carotis communis (ACC), unterer, gemeinsamer Anteil der Halsschlagader
Die Arteria carotis interna (ACI), innere Halsschlagader für die Gehirnversorgung
Die Arteria carotis externa (ACE), äußere Halsschlagader zur Versorgung des Kopfes und der oberen Halsorgane (Kehlkopf, Schilddrüse, Rachen).
Bei einigen Säugetieren (Wiederkäuer, Schwein) bildet sich der außerhalb der Schädelhöhle liegende Abschnitt der Arteria carotis interna nach der Geburt wieder zurück, so dass die Arteria carotis externa bei diesen auch den Großteil der Versorgung des Gehirns übernimmt.
Am Abgang der Arteria carotis interna, dem Sinus caroticus, liegen Druckrezeptoren (auch Presso- oder Barorezeptoren genannt), die den Blutdruck im arteriellen System überwachen und die Information an das Herz-Kreislaufzentrum im Gehirn übermitteln. Zudem finden sich dort Chemorezeptoren (Glomus caroti*****), die den Gehalt von Sauerstoff und den pH-Wert im Blut überwachen.


Viele Menschen werden behandelt und operiert wegen drohendem Verschluss der Carotiden. Und wenn man durch simple Vitamingaben, wie in der Studie von Homocystein dargestellt, gegen Verschleißerscheinungen der Carotiden angehen kann, ist dies ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit.
Letzte Aktualisierung ( Saturday, 13. August 2011 )
 
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