| Infektionen mit Epstein-Barr-Virus als Ursache der multiplen Sklerose? |
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| Geschrieben von Renate Hansen | |
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Eine sehr interessante Studie betreffend Epstein_Barr Virus-Mononukleose Pfeiffersches Drüsenfieber!!! Infektionen mit Epstein-Barr-Virus als Ursache der multiplen Sklerose? Oakland - Patienten mit multipler Sklerose (MS) haben bereits 15 bis 20 Jahre vor Ausbruch der Erkrankung erhöhte Antikörper-Titer gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV) im Blut. Die zeigt eine Fall-Kontroll-Studie in den Archives of Neurology (2006; 63: doi:10.1001/archneur.63.6.noc50328), die damit die so genannte Infektionshypothese der Erkrankung stützt. Die Vermutung, dass externe Faktoren für die Attacke des Immunsystems auf die Myelinscheiden im Inneren von Gehirn und Rückenmark verantwortlich sind, die zur MS führen, ist nicht neu. Das EBV gehört seit langem zum engeren Kreis der Verdächtigen. Eine Hypothese, die sich unter MS-Forschern steigender Beliebtheit erfreut, vermutet, dass eine Infektion mit EBV bei genetisch empfänglichen Personen die T-Zellen aktiviert, die dann nicht nur das Virus, sondern „aus Versehen“ auch die Myelinscheiden angreifen. Möglicherweise sind auch kreuzreagierende Antikörper oder „Superantigene“ im Spiel. Beweise für diese Hypothese gibt es nicht, aber epidemiologische Hinweise wurden in den letzten Jahren häufig publiziert, darunter etwa eine Meta-Analyse auf der Basis von 8 Fall-Kontroll-Studien mit mehr als 1.000 Patienten und Kontrollen. Danach haben EBV-seropositive Menschen ein 13,5-fach erhöhtes Risiko auf eine MS (Epidemiology 2000; 11: 220-4). Im letzten Jahr konnte dann die Arbeitsgruppe um Prof. Bernhard Hemmer von der Universität Düsseldorf zeigen, dass T-Zellen und Antikörper aus dem Blut von MS-Patienten mit Bestandteilen des EBV reagieren (Journal of Clinical Investigation 2005; 115: 1352-1360). Zu den mutmaßlichen Zielen dieser Antikörper gehört ein nukleäres Antigen (EBNA-1) von EBV. Gerald DeLorenze vom Kaiser Permanente Division of Research in Oakland Kalifornien hat jetzt archivierte Blutproben von Krankenversicherten untersucht, die in den Jahren 1965 bis 1974 entnommen worden waren. Die Versicherten waren damals im Durchschnitt 32 Jahre alt. Unter ihnen befanden sich auch 42 Versicherte, die 15 bis 20 Jahre später an einer MS erkrankten. Die US-Forscher untersuchten die Blutproben auf Antikörper und verglichen die Titer jedes späteren Patienten mit drei Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts, die später nicht an einer MS erkrankten. Ergebnis: Die späteren MS-Patienten hatten bereits 15 bis 20 Jahre vor der Erkrankung erhöhte Titer von EBV-Antikörpern. Insbesondere der Komplex der nukleären Antikörper (EBNA-Komplex) und EBNA-1 waren deutlich höher. Ein vierfacher Anstieg von EBNA-Komplex-Antikörpern verdoppelte das Risiko auf eine spätere MS-Erkrankung (Relatives Risiko RR 2,1; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,1-3,8). Für einen vierfachen Anstieg des EBNA-1-Antikörper-Titers war das Risiko ebenfalls signifikant erhöht (RR 1,8; 1,1-2,9). Die aktuelle Studie ist bereits die vierte, die einen Anstieg von Antikörpern vor dem Ausbruch der MS nachweisen konnte. Zu ähnlichen Ergebnissen war auch die Nurses' Health Study (JAMA 2001; 286: 3083-3088), eine Untersuchung an US-Rekruten (JAMA 2005; 293: 2496-2500) und eine schwedische Studie (Neurology 2004; 62: 2277-2282) gekommen. In keiner dieser Studien reichte der Antikörperanstieg aber so weit zurück wie in der aktuellen Studie. Bei zwei Patienten waren die Antikörper vor dem 20. Lebensjahr angestiegen. Da die meisten Menschen sich als Teenager oder junge Erwachsene mit EBV infizieren, ist es durchaus möglich, dass die immunologischen Weichen für die Erkrankung bereits in dieser Lebensphase gestellt werden. Außer der MS werden noch andere Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes mit EBV-Infektionen in Verbindung gebracht. Die Erforschung der Zusammenhänge könnte neue Wege zur Behandlung dieser Autoimmunerkrankungen öffnen, hoffen die Autoren. /rme Dienstag, 11. April 2006 Oakland - Patienten mit multipler Sklerose (MS) haben bereits 15 bis 20 Jahre vor Ausbruch der Erkrankung erhöhte Antikörper-Titer gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV) im Blut. Die zeigt eine Fall-Kontroll-Studie in den Archives of Neurology (2006; 63: doi:10.1001/archneur.63.6.noc50328), die damit die so genannte Infektionshypothese der Erkrankung stützt. Die Vermutung, dass externe Faktoren für die Attacke des Immunsystems auf die Myelinscheiden im Inneren von Gehirn und Rückenmark verantwortlich sind, die zur MS führen, ist nicht neu. Das EBV gehört seit langem zum engeren Kreis der Verdächtigen. Eine Hypothese, die sich unter MS-Forschern steigender Beliebtheit erfreut, vermutet, dass eine Infektion mit EBV bei genetisch empfänglichen Personen die T-Zellen aktiviert, die dann nicht nur das Virus, sondern „aus Versehen“ auch die Myelinscheiden angreifen. Möglicherweise sind auch kreuzreagierende Antikörper oder „Superantigene“ im Spiel. Beweise für diese Hypothese gibt es nicht, aber epidemiologische Hinweise wurden in den letzten Jahren häufig publiziert, darunter etwa eine Meta-Analyse auf der Basis von 8 Fall-Kontroll-Studien mit mehr als 1.000 Patienten und Kontrollen. Danach haben EBV-seropositive Menschen ein 13,5-fach erhöhtes Risiko auf eine MS (Epidemiology 2000; 11: 220-4). Im letzten Jahr konnte dann die Arbeitsgruppe um Prof. Bernhard Hemmer von der Universität Düsseldorf zeigen, dass T-Zellen und Antikörper aus dem Blut von MS-Patienten mit Bestandteilen des EBV reagieren (Journal of Clinical Investigation 2005; 115: 1352-1360). Zu den mutmaßlichen Zielen dieser Antikörper gehört ein nukleäres Antigen (EBNA-1) von EBV. Gerald DeLorenze vom Kaiser Permanente Division of Research in Oakland Kalifornien hat jetzt archivierte Blutproben von Krankenversicherten untersucht, die in den Jahren 1965 bis 1974 entnommen worden waren. Die Versicherten waren damals im Durchschnitt 32 Jahre alt. Unter ihnen befanden sich auch 42 Versicherte, die 15 bis 20 Jahre später an einer MS erkrankten. Die US-Forscher untersuchten die Blutproben auf Antikörper und verglichen die Titer jedes späteren Patienten mit drei Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts, die später nicht an einer MS erkrankten. Ergebnis: Die späteren MS-Patienten hatten bereits 15 bis 20 Jahre vor der Erkrankung erhöhte Titer von EBV-Antikörpern. Insbesondere der Komplex der nukleären Antikörper (EBNA-Komplex) und EBNA-1 waren deutlich höher. Ein vierfacher Anstieg von EBNA-Komplex-Antikörpern verdoppelte das Risiko auf eine spätere MS-Erkrankung (Relatives Risiko RR 2,1; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,1-3,8). Für einen vierfachen Anstieg des EBNA-1-Antikörper-Titers war das Risiko ebenfalls signifikant erhöht (RR 1,8; 1,1-2,9). Die aktuelle Studie ist bereits die vierte, die einen Anstieg von Antikörpern vor dem Ausbruch der MS nachweisen konnte. Zu ähnlichen Ergebnissen war auch die Nurses' Health Study (JAMA 2001; 286: 3083-3088), eine Untersuchung an US-Rekruten (JAMA 2005; 293: 2496-2500) und eine schwedische Studie (Neurology 2004; 62: 2277-2282) gekommen. In keiner dieser Studien reichte der Antikörperanstieg aber so weit zurück wie in der aktuellen Studie. Bei zwei Patienten waren die Antikörper vor dem 20. Lebensjahr angestiegen. Da die meisten Menschen sich als Teenager oder junge Erwachsene mit EBV infizieren, ist es durchaus möglich, dass die immunologischen Weichen für die Erkrankung bereits in dieser Lebensphase gestellt werden. Außer der MS werden noch andere Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes mit EBV-Infektionen in Verbindung gebracht. Die Erforschung der Zusammenhänge könnte neue Wege zur Behandlung dieser Autoimmunerkrankungen öffnen, hoffen die Autoren. RE: Infektionen mit Epstein-Barr-Virus was ist das? - Antworten: Das Epstein-Barr Virus (EBV) wurde Mitte der 60ger Jahr entdeckt. Bei Infektion im Säuglings- oder Kleinkindesalter kommt es in der Regel nicht zu Symptomen, die Infektion verläuft unbemerkt. Mit steigendem Alter nimmt die Schwere der Erkrankung zu und führt zu dem Krankheitsbild der "Infektiöse Mononukleose". Diese Erkrankung ist auch unter folgenden anderen Namen bekannt: Pfeiffersches Drüsenfieber, Studentenkrankheit, Kissing-Disease. ÜBERTRAGUNG Nach einer Infektion verbleibt das Virus für das ganze Leben im Körper. Dort liegt es in der Regel in einem Art "Schlummerzustand" (Latenz) vor. Aus diesem Schlummerzustand kann es reaktiviert werden, so dass wieder neue Viren gebildet werden. Diese Viren werden dann im wesentlich über den Speichel ausgeschieden, aber auch eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist denkbar. Diese Reaktivierungen laufen ohne Symptome ab, und bleiben somit unbemerkt. Reaktivierungen sind häufig. In der Regel wird das Virus z.B. durch Küssen übertragen oder aber auch durch andere Speichelkontakte wie gemeinsames Benutzen von Gläsern oder Besteck, oder bei Kleinkindern Füttern, bei dem Eltern und Kinder vom gleichen Löffel essen. Auch durch Kontakt der Kleinkinder untereinander z.B. durch Austausch von Spielzeug, das mit Speichel in Berührung gekommen ist, wird das Virus zwischen den Kindern oft übertragen. VERBREITUNG Durch diese Übertragungswege bedingt ist die EBV Infektion eine sehr häufige Infektion. Im Alter von 4 Jahren sind etwa 50 % der Kinder infiziert, im Alter von 20 Jahren 90 % und im Alter von 50 Jahren 99 %. Somit wird praktisch jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit EBV infiziert. Deshalb stellt eine Infektion mit EBV einen Normalbefund dar. ERKRANKUNGSBILD EBV ist die eindeutige Ursache der Infektiösen Mononukleose. Daneben ist es mit verschiedenen anderen Erkrankungen assoziiert. Das bedeutet, dass wir die Rolle die EBV bei der Entstehung der Erkrankung spielt noch nicht genau kennen, oder dass neben einer Infektion mit EBV (die wie erwähnt ein Normalbefund ist) noch weitere Faktoren notwendig sind um eine Erkrankung auszulösen. Zu diesen Erkrankungen die mir EBV assoziiert sind, gehören verschiedene Tumorerkrankungen wie z.B. sog. das Burkitt-Lymphom (Sonderform des Lymphknotenkrebs v.a. in Afrika), das Nasopharynxkarzinom (Tumor im Nasen-Rachen-Raum v.a. in Süd-Ost Asien), verschiedenen andere Sonderformen von Lymphomerkrankungen (Lymphknotenkrebs). Eine besondere Rolle spielt das Epstein-Barr Virus bei Patienten mit einem schwerwiegend geschwächten Immunsystem wie nach einer Transplantation oder im AIDS-Stadium. Hier ist es häufiger eine Teilursache einer schwer verlaufende Tumorerkrankung. o Infektiöse Mononukleose Typische Symptome bei der Infektiösen Mononukleose sind Fieber, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten vor allem am Hals. Diese Symptome können über einige Wochen anhalten, heilen im allgemeinen aber aus. In seltenen Fällen kann eine mehrere Monate anhaltende Schwäche oder Müdigkeit folgen, wie nach anderen Infektionskrankheiten auch. o Komplikationen Bei manchen Patienten kommt es zu Komplikationen, die auch zur Krankenhauseinweisung zwingen können. Dabei ist eine Vergrößerung der Milz und der Leber ein typisches Symptom. Die Vergrößerung der Milz hat dann zur Folge dass einige Blutzellen vermehrt abgebaut werden und es nachfolgend zu einer Verminderung der roten oder weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen kommt. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Lungenentzündung oder verschieden Problemen im Nervensystem kommen. Bei der Gabe von Antibiotika kommt es oft zu allergischen Reaktionen mit einem Hautausschlag, deswegen sollte eine Antibiotikatherpie bei Mononukleose unbedingt vermieden werden. DIAGNOSE Eine Infektion mit dem Epstein-Barr Virus kann durch eine Blutuntersuchung (Antikörperbestimmung oder Nachweis des Erbmaterial des Virus) festgestellt werden. Die Interpretation dieser Befunde ist nicht einfach und führt oft zu Verwirrung, sie sollte Fachleuten überlassen werden. DIFFERENTIALDIAGOSE Neben Epstein-Barr Virus können auch andere Viren die Symptome einer Mononukleose verursachen z.B. Streptokokkeninfektionen, das Zytomegalievirus (CMV), die Toxoplasmose, oder eine akute HIV-Infektion. VORBEUGUNG Eine Impfung gegen das Epstein-Barr Virus gibt es derzeit nicht. THERAPIE Eine Infektiöse Mononukleose wird nicht ursächlich behandelt. Man versucht die Symptome zu behandeln nicht das Virus selbst. Antibiotika sind nicht hilfreich, da Antibiotika gegen Viren nicht helfen. Sie sind sogar schädlich (siehe Komplikationen). Es gibt eine Reihe von Medikamenten die gegen EBV im Reagenzglas wirken können aber im Menschen die Symptome leider weder abschwächen noch verkürzen oder verhindern konnten. Ausnahmen könnten die Patienten mit schwer gestörtem Immunsystem darstellen (AIDS, Transplantation). Diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen und kommen für Menschen ohne schwer gestörtes Immunsystem nicht in Frage. Wir als Heilpraktiker behandeln Viruserkrankungen mit Immuntherapie, Eigenblutbehandlung , Antioxidantien etc. |
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| Letzte Aktualisierung ( Saturday, 13. August 2011 ) |
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